Künstlerlexikon Saar - Institut für aktuelle Kunst im Saarland

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Wilhelm Wandschneider, Signatur auf dem Werner-von-Siemens-Denkmal, Technische Universität Berlin, 1899. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Oranna Dimmig

Wilhelm Wandschneider, Signatur auf dem Werner-von-Siemens-Denkmal, Technische Universität Berlin, 1899 

Wilhelm Wandschneider, Werner-von-Siemens-Denkmal, Technische Universität Berlin, 1899. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Oranna Dimmig

Wilhelm Wandschneider, Werner-von-Siemens-Denkmal, Technische Universität Berlin, 1899 

Wilhelm Wandschneider, Werner-von-Siemens-Denkmal, Technische Universität Berlin, 1899, Detail. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Oranna Dimmig

Wilhelm Wandschneider, Werner-von-Siemens-Denkmal, Technische Universität Berlin, 1899, Detail 

Wilhelm Wandschneider, Denkmal für das Pionierbataillon von Rauch („Klinke-Denkmal“), Berlin-Spandau, 1908. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Oranna Dimmig

Wilhelm Wandschneider, Denkmal für das Pionierbataillon von Rauch ("Klinke-Denkmal"), Berlin-Spandau, 1908 

Wilhelm Wandschneider, "Kniender trauernder Krieger" für das "Dreißiger-Denkmal", Saarlouis, 1910. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Oranna Dimmig

Wilhelm Wandschneider, "Kniender trauernder Krieger" für das "Dreißiger-Denkmal", Saarlouis, 1910 

Wilhelm Wandschneider, "Kniender trauernder Krieger" für das "Dreißiger-Denkmal", Saarlouis, 1910. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Oranna Dimmig

Wilhelm Wandschneider, "Kniender trauernder Krieger" für das "Dreißiger-Denkmal", Saarlouis, 1910 

Wilhelm Wandschneider, Denkmal für das Pionierbataillon von Rauch, Berlin-Spandau, 1922. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Oranna Dimmig

Wilhelm Wandschneider, Denkmal für das Pionierbataillon von Rauch, Berlin-Spandau, 1922 

Wilhelm Wandschneider, Denkmal für das Pionierbataillon von Rauch, Berlin-Spandau, 1922. Foto: Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Oranna Dimmig

Wilhelm Wandschneider, Denkmal für das Pionierbataillon von Rauch, Berlin-Spandau, 1922 

Wandschneider, Wilhelm

Artikel in Bearbeitung

 

Biografie

1866 geboren in Plau am See/Mecklenburg

Nach dem Besuch der Volksschule absolviert Wilhelm Wandschneider Lehre bei seinem Vater, dem Malermeister Ludwig Wandschneider

1882 Anfertigung einer Gipskopie der Kleinbronze "Amazone mit einem Panter kämpfend" nach August Kiß (Original vor dem Alten Museum in Berlin). Anschließend Formung von Figuren nach eigenen Entwürfen

1885 Übersiedlung nach Berlin, Lebensunterhalt als Malergehilfe

1885/86 Dank eines privaten Geldgeschenkes des Großherzogs Friedrich Franz III. von Mecklenburg absolviert Wandschneider ein Probesemester an der Berliner Akademie.

1886-94 Studium an der Berliner Akademie bei A. Wolff und F. Schaper (1898-90)

1895 Aufnahme in das Atelier von Professor Reinhold Begas als Meisterschüler.
Der Bildhauerpreis der Rohr’schen Stiftung des Preußischen Kultusministeriums ermöglicht Wandschneider einen Aufenthalt in Rom, wo er im Dezember 1895 eintrifft. In Rom Bekanntschaft mit Anna Sophie Louise Kreß (geboren 1878 in Saarlouis), die zu einem bevorzugten Modell wird.

1898 Heirat mit Anna Kreß, anschließend Umzug nach Berlin-Charlottenburg, Beginn der Hauptschaffensperiode

In den folgenden Jahren zahlreiche Aufträge für Statuen (Denkmäler, Büsten, Grabmalfiguren) in Marmor und Bronze

1910 Erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb für das "Dreißiger-Denkmal" in Saarlouis, der Geburtsstadt seiner Ehefrau (Deckname für den Wettbewerb: "Vaterstadt")

1925 Nach erfolglosen Wettbewerbsbeteiligungen und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach dem Ersten Weltkrieg zieht sich Wandschneider mit seiner Familie in seinen Geburtsort Plau am See zurück.

1930 Eintritt in die NSDAP

1936 Anfertigung einer Hitlerbüste

1940 Hitler lässt Wandschneiders Figur "Aphrodite" für die Reichskanzlei ankaufen; im gleichen Jahr wird Wandschneiders Denkmal für Kaiser Friedrich III. in Dortmund eingeschmolzen, "da es aus nationalsozialistischer Sicht weder einen historischen, noch einen künstlerischen Wert besaß" (Scharwath 2000, S. 152)

1942 gestorben in Plau am See/Mecklenburg

 

 

Werkverzeichnis (Auswahl)

 

Figuren

Pietà, Kirche in Plau am See/Mecklenburg

Figur des Erzbischof Adalbert für die Fassade des Neuen Rathauses in Hamburg, 1892

Christusfigur für die Samariterkirche in Friedrichshain, 1892

Relief "Vom Ertrinken gerettet", 1894

"Römischer Jüngling", 1894

"Der Sieger", 1906

Pietà, Kirche in Plau am See/Mecklenburg

"Kain und Abel"

"Verwundeter Krieger"

"Jugend"

"Coriolan"

"Sämann"

"Mähender Bauer"

"Achilles"

"Aphrodite"

 

Denkmäler

Kaiser-Wilhelm I.-Denkmal, Neustettin, 1898

Kaiser-Friedrich III.-Denkmal, Dortmund, 1898

Werner-von-Siemens-Denkmal, Technische Universität Berlin, 1899

Bismarck-Denkmal, Schwerin, 1901

Friedrich-Franz III.-Denkmal, Rostock, 1901

Bismarck-Denkmal, Dortmund, 1903

Denkmal für das Pionierbataillon von Rauch ("Klinke-Denkmal"), Berlin-Spandau, 1908

"Kniender trauernder Krieger" für das "Dreißiger-Denkmal", Saarlouis, 1910

Fritz-Reuter-Denkmal, Stavenhagen, 1911

"Kniende Trauernde" für das Ehrenmal, Goldberg (Schlesien), 1912

Barclay de Tolly-Denkmal, Riga, 1912

Denkmal für das Pionierbataillon von Rauch, Berlin-Spandau, 1922

 

Grabdenkmäler

"Der müde Wanderer" für das Grab der Familie Hermann Wilhelm Noelle auf dem Neuen evangelischen Friedhof in Lüdenscheid (Replik der Figur für das "Dreißiger-Denkmal" in Saarlouis)

Grab Familie Haukohl, Plau am See/Mecklenburg (erhalten)

Grab Familie Schaarwächter, Kirchhof der St. Matthäus-Gemeinde, Berlin (nicht erhalten)

Kruzifixus für die Großherzogliche Grabkapelle, Ludwigslust

 

Büsten

"Beatrice" (Modell: Anna Kreß), 1896

F. von Oertzen

Frau von Podbielski

Else Wächter

Herbert von Bismarck

Baurat P. Drescher

Hitler, 1936

Hans Möller

Frau Konsul Freudenberg

 

 

Bibliografie

  • Josef Jellinek: Prof. Wilhelm Wandschneiders neues Kriegerdenkmal. In: Leipziger Illustrierte Zeitung, Nr. 3503, 18. August 1910 (betr. "Dreißiger-Denkmal" in Saarlouis)
  • Prachtband "Ihrem verehren Meister Fritz Schaper zum 70. Geburtstag seine dankbaren Schüler", o. O., 1911
  • Ulrich Thieme und Felix Becker (Hg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 35, Leipzig 1942, S. 144
  • Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Band 5, Leipzig 1961, S. 78
  • H. Bermann: Bronzes, Sculptors and Founders. Band 3, Chicago 1977
  • H. Pahl: Skulpturen Märkischer Grab- und Gedenkstätten, Märkischer Kreis, Kulturamt 1983
  • Sybille Einholz. In: O ewich is so lanck. Eine Ausstellung im Landesarchiv Berlin, 23.04.1987-26.06.1987. Berlin 1987
  • Stefanie Endlich und Bernd Wurlitzer: Skulpturen und Denkmäler in Berlin. Berlin 1990, S. 5, 108, 109
  • Peter Bloch, Sybille Einholz und Jutta von Simson: Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786-1914. Ausstellungskatalog Berlin 1990, S. 573-574
  • Martina Weinland: Kriegerdenkmäler in Berlin 1870 bis 1930. Franfurt/Main, Bern, New York und Paris 1990, S. 161, 169 (Europäische Hochschulschriften, Reihe XXVIII, Kunstgeschichte, Band 105)
  • Bernd und Fred Ruchhöft: Wilhelm Wandschneider - Leben und Werk eines Mecklenburger Bildhauers. Plau am See 1992
  • Günter Scharwath: Wilhelm Wandschneider und das "Dreißiger-Denkmal" in Saarlouis. In: Unsere Heimat. Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 25. Jg, 2000, Heft 4, S. 147-154

 

Quelle

  • Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Archiv, Bestand: Wandschneider, Wilhelm (Dossier 5487)

 

Oranna Dimmig

letzte Änderung: Mittwoch, 14.10.2009